Der historische Backnanger Bahnhof und die Bahnhöfe der Murrtalbahn Stadtarchiv Backnang
Das nicht erhaltene Empfangsgebäude des Bahnhofs Backnang | © Stadtarchiv Backnang

Der historische Backnanger Bahnhof und die Bahnhöfe der Murrtalbahn

Volles Haus bei Vortrag in Burgstetten

Der zu einem Veranstaltungsraum umgebaute historische Güterschuppen am Bahnhof Burgstall bot den Rahmen für einen Vortrag über die Bahnhöfe der Murrtalbahn. Die von der Gemeinde Burgstetten veranstaltete Veranstaltungsreihe Café Sahnehäubchen hatte am 23. Januar 2026 ein historisches Thema. 

Bürgermeisterin Irmtraud Wiedersatz freute sich über den großen Zuspruch, als sich der Raum mehr und mehr füllte. Der Bauhistoriker Klaus J. Loderer entführte die Gäste in die Zeit vor 150 Jahren, als in der Region die Eisenbahn gebaut wurde. Er ging auf die Rolle des Backnanger Ehrenbürgers Friedrich von Dillenius ein und den Hintergrund des Eisenbahnbaus. 

Den Schwerpunkt hatte der Vortrag in der Architektur der Bahnhöfe. Ausführlich stellte er das nicht erhaltene Empfangsgebäude des Bahnhofs Backnang und den erst vor wenigen Jahren ebenfalls abgerissenen Güterschuppen vor. Die Gemeinde Burgstetten lobte Loderer für die Erhaltung und Sanierung des Güterschuppens in Burgstall und wies die Zuhörer auf Details im Dachstuhl hin. Der Referent verglich die Empfangsgebäude der Murrtalbahn miteinander und arbeitete die unterschiedlichen Bauweisen der Bahnhöfe auf dem Teilstück zwischen Backnang und Waiblingen und jener zwischen Backnang und Gaildorf hin. 

Er zeigte Details der Gebäude und hob die handwerkliche Qualität etwa bei der Bearbeitung der Sandsteinquader hervor. Das große und repräsentative Empfangsgebäude in Backnang bildete den Mittelpunkt des verzweigten Systems der Murrtalbahn, deren erster Teil im Oktober 1876, also vor 150 Jahren, eröffnet wurde.

Redaktion backnang.online 

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