Geldbeutelwäsche des BKC und Aschenkreuze in der katholischen Kirche
Geldbeutelwäsche | © BJ. Lattner

Aschermittwoch – der Beginn der christlichen Fastenzeit

Geldbeutelwäsche des BKC und Aschenkreuze in der katholischen Kirche

Mit dem Aschermittwoch ist der Fasching vorüber. Die öffentliche und lautstarke Fröhlichkeit und Ausgelassenheit wechselt in die Fastenzeit, einer der Zeiten des Christentums mit Bußübungen, Fasten und Enthaltsamkeit. Die Fastenzeit erinnert an die vierzig Tage, die Christus in der Wüste fastete und bereitet auf Ostern vor.

Diesen Wechsel der Stimmungen demonstrierte der Backnanger Karnevals-Club mit eine in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht als „Geldbeitlwäsch“ (Geldbeutelwäsche) tradierten Zeremonie, die allerdings inzwischen in vielen Regionen zu finden ist. Der Geldbeutel ist nach den Faschingsausschweifungen leer und wird gewaschen. Dabei soll neues Geld in den Beutel gespült werden. Am Mainzer Fastnachtsbrunnen erinnert eine entsprechende Figur an diesen Brauch.

Diese Geldbeutelwäsche fand am Mittwochabend am Gänsebrunnen am Backnanger Rathaus statt. Im Gegensatz zu den Vortagen waren die Mitglieder des Backnanger Karnevals-Clubs nun schwarz gewandet, die Herren mit Hut oder Zylinder, sogar die BKC-Schals hatten einen schwarzen Grundton. Da der Gänsebrunnen noch in der Winterruhe ist, fanden die Waschungen in einer Zinkwanne statt. Windlichter sorgten für stimmungsvolle Beleuchtung. Ein schlichtes Holzkreuz erinnerte an den christlichen Hintergrund des Aschermittwochs.

Namensgebend für den Aschermittwoch ist in der katholischen Kirche der Brauch, dass den Gläubigen beim Aschermittwochsgottesdienst ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet wird. Die geweihte Asche stammt von den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres.

Die Eucharistie am Morgen leitete in der Backnanger Christkönigkirche den Beginn der österlichen Bußzeit ein. Beim Abendgottesdienst in der Kirche St. Johannes gab es die Auflegung der traditionellen Aschenkreuze.

Redaktion backnang.online Klaus J. Loderer

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