Jona – kein Kinderbuch
Backnanger Bibel-Brücken 2026
Klassiker sind Bücher, die jeder kennt, aber keiner liest, stellte einst Mark Twain fest. Auch das biblische Buch Jona ist so ein Klassiker: Die meisten dürften davon gehört haben: Jona wird von einem Wal verschlungen und nach drei Tagen wieder lebend und wohlbehalten ausgespuckt. Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Ein Märchen? Oder eine Lehrerzählung? Oder die Geschichte einer Traumabewältigung?
Das Buch Jona ist Thema der Backnanger Bibel-Brücken (BBB) 2026 der ACK, der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen. Die Lehrerzählung gehört zu den so genannten Zwölf kleinen Propheten. Sie enthält vielfältige Themen (Angst, Verschlingungsmotiv im Wal, Psalmgebet, Depression, Gottes grenzenloses Erbarmen). Ebenso bunt sind die Auslegungsmöglichkeiten. So lässt sich Jona auch als traumatisierter Mensch interpretieren.
Am Montag, 2. März bietet die Direktorin des Bibelwerks in Deutschland, Dr. Katrin Brockmöller, eine Einführung in das Buch Jona. Zudem befasst sie sich mit „Ein traumatisierter Prophet“. Jona wird so plötzlich verständlich: ein vom Krieg Traumatisierter, der vermeidet, nach Ninive – die Stadt der Gewalt – zu gehen Beginn ist um 19:30 Uhr in der Zionskirche in der Albertstraße 9. Brockmöller ist nicht nur eine renommierte Bibelwissenschaftlerin, sondern auch eine lebendige und kurzweilige Vermittlerin.
Am Dienstag, 10. März leitet Helge Hartmann von der Liebenzeller Gemeinschaft eine Lectio Divina. Thema ist der „Psalm im Bauch“. Der Abend findet bei „Die Christliche Gemeinde“ (DCG) in Maubach, Stegäcker 2 im Alten Schulhaus an der B 14 statt.“
Den Abschluss bildet „Ein Spiegel unserer eigenen Wege“ am Donnerstag, 19. März. Referentin ist Tina Arnold, die noch relativ neue Direktorin der Evangelischen Missionsschule. Der Abend findet in der Neuapostolischen Kirche in der Sulzbacher Straße 76 in Backnang statt.
Alle Abende beginnen um 19:30 Uhr – Ankommen ab 19:15 Uhr – und enden gegen 21:00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Infos sind auf www.ack-Backnang.de zu finden.
Ziel der ökumenischen Bibelabende ist es, die Heilige Schrift besser kennen zu lernen und in ihr verborgene Schätze zu heben. Die Backnanger Bibel-Brücken wollen laut Initiator und ACK-Vorsitzendem Klaus Herberts Brücken von der Bibel zum Alltag, Brücken zwischen Gott und Menschen, Brücken zwischen Konfessionen sowie Brücken zwischen Menschen bauen. Sie sollen helfen, Hintergründe und Zusammenhänge besser zu verstehen sowie geistliche Impulse zu erhalten. Die Bibel gut zu kennen beugt Fundamentalismus vor.
Ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass sich Menschen verschiedener Konfession begegnen, besser kennen lernen und so Vorurteile abgebaut werden. Das ist eines der Ziele der ACK Backnang, der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen als Veranstalter. Ihr gehören die Methodisten (EmK, Zionskirche), die Baptisten (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, Friedenskirche), die Mennonitengemeinde (in Sachsenweiler), die Neuapostolische Kirche (in der Sulzbacher Straße), die Biblische Gemeinde (Am Schillerplatz), Die Christliche Gemeinde Maubach (DCG) sowie die evangelische und die katholische Gesamtkirchengemeinde an.
Redaktion backnang.online