Hede Münz (1908 – 2005) stammte aus einer renommierten Stuttgarter Musikalienhandlung Heimat- und Kunstverein Backnang
Hede Münz © Nachlass Münz

Hede Münz 1908 – 2005 der Weg einer jüdischen Musikerin

253. Altstadtstammtisch – Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Fritz

Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Fritz – Montag, 16. März 2026, 19:30 Uhr im Helferhaus.
Hede Münz (1908 – 2005) stammte aus einer renommierten Stuttgarter Musikalienhandlung. Als Geigerin und Sängerin erlebte die gebürtige Jüdin während der Weimarer Republik unbeschwerte Jahre. Es gab etliche Auftritte im Rundfunk. Sie spielte mit dem Gedanken an eine Filmkarriere. Die Nazizeit brachte alles zum Einsturz: Sie floh nach Palästina, die Eltern blieben in der festen Überzeugung, dass ihnen nichts geschehen würde – ein tragischer Irrtum, denn sie wurden beide von den Nazis ermordet. Hede fand sich in Palästina nur mühsam zurecht. Vom Zionismus hielt sie nichts. Bei Kriegsbeginn trat sie in die britische Armee ein und war dort in der Truppenbetreuung tätig. Nach 1945 lebte sie etliche Jahre in Paris, bevor sie nach Stuttgart zurückkehrte, wo sie bis zu ihrem Ruhestand als Musiklehrerin in einer Waldorfschule tätig war. 
Ihre letzten Jahre verbrachte Hede Münz in Murrhardt, wo sie 2005 verstarb.

Aktuelle Informationen findet man unter www.huk-verein.de

Quelle: Heimat- und Kunstverein Backnang

Redaktion backnang.online

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