10. März: Backnang zeigt Flagge für Tibet
30 Jahre Solidarität
Das Jahr 2026 markiert das 30-jährige Bestehen der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“. Seit drei Jahrzehnten steht die von der Tibet Initiative Deutschland organisierte Aktion für den Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte. Was 1996 mit 21 Pionierkommunen und viel ehrenamtlichem Engagement begann, hat sich heute zu einer der größten kommunalen Menschenrechtsaktionen in Deutschland entwickelt.
Zu den ersten teilnehmenden Städten und Gemeinden gehörten unter anderem Offenburg, Ulm, Langenfeld, Wächtersbach, Ingolstadt, Hagen, Heidelberg, Stuttgart, Lübeck, Landshut, Weimar, Kiel, Wolfegg, Ottobrunn, Hildesheim, Hausen (Bayern), Erfurt, Hannover, Traunstein und Würzburg sowie der Landkreis Starnberg.
Heute hissen jährlich über 450 Kommunen die tibetische Flagge öffentlich. Sie setzen damit ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der tibetischen Bevölkerung und tragen dazu bei, dass die Menschenrechtslage in Tibet im gesellschaftlichen und politischen Diskurs präsent bleibt. Die Stadt Backnang beteiligt sich bereits seit 2004 kontinuierlich an dieser Kampagne.
Oberbürgermeister Maximilian Friedrich betont: „Es ist für uns in Backnang eine Frage der Haltung, auch in diesem Jahr die tibetische Flagge zu hissen. Wir setzen damit ein unübersehbares Zeichen für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Besonders im Jubiläumsjahr der Kampagne möchten wir verdeutlichen, dass unsere Solidarität mit dem tibetischen Volk nicht nachlässt, sondern fest in unseren Werten verankert bleibt.“
Das dieses lokale Engagement eine enorme Strahlkraft besitzt, unterstreicht auch Tenzyn Zöchbauer, Geschäftsführerin der Tibet Initiative Deutschland. Sie sieht in der jahrzehntelangen Treue der Kommunen den entscheidenden Rückhalt für die tibetische Diaspora: „Seit 30 Jahren zeigen Kommunen in ganz Deutschland Flagge für Tibet. Diese anhaltende Solidarität macht Tibet sichtbar, gibt den Menschen vor Ort ebenso wie der tibetischen Diaspora Rückhalt und erinnert daran, dass Menschenrechte universell gelten.“
Das diesjährige Motto „30 Jahre Solidarität: Flagge zeigen für Tibet“ unterstreicht, dass langfristiges Engagement Wirkung entfaltet. Gerade die kontinuierliche Beteiligung von Städten und Gemeinden verleiht der Kampagne ihre besondere Stärke und sorgt dafür, dass die Botschaft unübersehbar bleibt.
Hintergrund:
Am 10. März jährt sich zudem der tibetische Volksaufstand von 1959 zum 67. Mal. Um an dieses historische Ereignis zu erinnern, hissen seit 1996 jedes Jahr zahlreiche deutsche Kommunen die tibetische Flagge. Tibet ist seit 1950 von der Volksrepublik China völkerrechtswidrig besetzt; die tibetische Bevölkerung ist bis heute massiven Repressionen ausgesetzt. Die Flaggenkampagne steht daher auch für den gewaltfreien Widerstand gegen Unterdrückung und für das Recht auf Selbstbestimmung.
Mehr Informationen unter: www.tibet-flagge.de
Quelle: Stadtverwaltung Backnang, Pressestelle
Redaktion backnang.online