Krankenstand bei 5,6 Prozent
Die AOK hat die krankheitsbedingten Fehlzeiten ihrer beschäftigten Versicherten im Rems-Murr-Kreis ausgewertet
Die AOK hat die krankheitsbedingten Fehlzeiten ihrer beschäftigten Versicherten im Rems-Murr-Kreis ausgewertet. Datenbasis waren sämtliche Arbeitsunfähigkeitsfälle, die ihr für 2025 gemeldet wurden. Die Zahlen der Gesundheitskasse gelten aufgrund ihres hohen Marktanteils als repräsentativ.
Betrachtet wurde insbesondere der Krankenstand der AOK-Mitglieder: Dieser lag 2025 im Rems-Murr-Kreis bei 5,6 Prozent. Die Kennzahl, die den Anteil der angefallenen Arbeitsunfähigkeitstage im Kalenderjahr ausweist, ist im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. 2024 betrug sie 5,8 Prozent. Im gesamten Bundesgebiet ist der Krankenstand auf höherem Niveau ebenfalls minimal gesunken: von 6,5 in 2024 auf 6,4 Prozent in 2025.
Den höchsten Wert bei den AOK-Mitgliedern im Landkreis verzeichnete mit 6,4 Prozent die Branche „Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung“. Die niedrigste Zahl wurde im Wirtschaftszweig „Land- und Forstwirtschaft“ mit 2,4 Prozent festgestellt. Insgesamt gesehen lag die Personengruppe der Männer im Alter zwischen 60 und 64 Jahren im Rems-Murr-Kreis mit 9,5 Prozent an der Spitze beim Krankenstand. Am geringsten war dieser mit 4,1 Prozent bei den Frauen zwischen 30 und 34 Jahren.
Darüber hinaus hat die Gesundheitskasse weitere Kennzahlen rundum die krankheitsbedingten Fehlzeiten ermittelt: „Auf ein einzelnes AOK-Mitglied kamen 2025 im Rems-Murr-Kreis durchschnittlich 20,4 Arbeitsunfähigkeitstage. Im Vergleich zum Vorjahr sank diese Zahl um 3,1 Prozent“, erklärt Alexander Schmid, Geschäftsführer der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr.
Auch auf die Frage, wie viele ihrer Mitglieder im Landkreis krankgeschrieben waren, liefert die AOK eine Antwort: 62,9 Prozent der beschäftigten Versicherten meldeten sich im vergangenen Jahr einmal oder mehrfach krank. 2024 lag der Wert 0,9 Prozent höher. Alexander Schmid führt weiter aus: „Auf 100 Versicherte im Rems-Murr-Kreis kamen 216,3 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen. Die Zahl der Krankschreibungen unterschritt damit den Vorjahreswert um 2,5 Prozent.“ Eine einzelne Arbeitsunfähigkeit dauerte 2025 im Durchschnitt 9,4 Kalendertage und damit 1,1 Prozent kürzer als 2024.
Die Krankheitsarten wurden ebenfalls unter die Lupe genommen: Den höchsten Anteil an allen Arbeitsunfähigkeitsfällen hatten die Atemwegserkrankungen mit 30,7 Prozent, gefolgt von „Muskel/Skelett“ mit 13,8 Prozent, Verdauung mit 5,9 Prozent und Verletzungen mit genau fünf Prozent.
„Wenn man dagegen auf die aufsummierten Arbeitsunfähigkeitstage schaut, standen die Erkrankungen im Bereich „Muskel/Skelett“ mit 19,2 Prozent ganz oben. Danach kamen mit 16,7 Prozent die Atemwegserkrankungen, der Bereich „Psyche“ mit 13,4 Prozent und Verletzungen mit 8,7 Prozent“, sagt Alexander Schmid.
Eine oft unterschätze Erkenntnis ergibt sich beim Blick auf die Langzeiterkrankungen. Der Anteil an Arbeitsunfähigkeitsfällen mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 2,8 Prozent. Trotz ihrer geringen Fallzahlen verursachten Langzeiterkrankungen mit 35,3 Prozent über ein Drittel aller Arbeitsunfähigkeitstage. „Hier lohnt es sich für Unternehmen, mit gezielten Maßnahmen gegenzusteuern, um die krankheitsbedingten Fehlzeiten effektiv zu senken. Gerne unterstützen wir sie auf diesem Weg mit unserem Expertenteam im Betrieblichen Gesundheitsmanagement “, betont der AOK-Geschäftsführer.
Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin betrugen die volkswirtschaftlichen Kosten durch Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2024 ca. 227 Mrd. Euro.
Quelle: AOK – Die Gesundheitskasse Ludwigsburg-Rems-Murr Pressestelle
Redaktion backnang.online