Kreuzwegstationen in der St. Johannes Kirche, Backnang aus Terrakotta an den Langhauswänden wurden 1949 von Elisabeth Holoch angefertigt
Kreuzwegstationen in der St. Johannes Kirche, Backnang aus Terrakotta an den Langhauswänden wurden 1949 von Elisabeth Holoch angefertigt | © BJ. Lattner

Karfreitag

Erinnerung an Leiden, Sterben und Tod von Jesus Christus am Kreuz

Allein, allein, die Kreuzwege des Lebens gehn wir immer nur allein. Wir mögen noch so viel von Zuneigung und Freundschaft umgeben sein, die Kreuzwege des Lebens gehn wir immer nur allein, - so singt Reinhard Mey in einem Lied. Das ist eine bittere Erfahrung die wir Menschen machen müssen.

Jesus wird zu Tode verurteilt
Jesus wird zu Tode verurteilt – Ungewöhnlich ist die Darstellung des Teufels bei der ersten Station. Pfarrer Hanser bat 1952 sie weihen zu dürfen | © BJ. Lattner

 

So ging es auch Jesus: die Freunde verraten ihn oder sind untreu, das eigene Volk versteht ihn nicht, klagt ihn wegen Gotteslästerung an und fordert seinen Tod und überliefert ihn dafür noch Fremden, den Feinden des Volkes. Und Jesus bittet seinen Vater im Himmel, dass er dieses Leid von ihm nehme. Dann deutet er sein Leben als notwendige Schrifterfüllung, sagt in seinem Schweigen schließlich Ja und stirbt in Gottverlassenheit: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen? 

Es ist der Anfang des Psalms 22,- ob er den Psalm zu Ende beten wollte? Der Psalm führt schlagartig , nach zwei Drittel in ein Hoffnungslied,- Oder ist er auch in seiner letzten Hoffnung gescheitert, hat auch da den letzten Platz in der Welt eingenommen,- den Platz den niemand haben will, aber den er oft von seinen Jüngern gefordert hat.

Dann deutet er sein Leben als notwendige Schrifterfüllung, sagt in seinem Schweigen schließlich Ja und stirbt in Gottverlassenheit: Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Es ist der Anfang des Psalms 22,- ob er den Psalm zu Ende beten wollte? Der Psalm führt schlagartig , nach zwei Drittel in ein Hoffnungslied,- Oder ist er auch in seiner letzten Hoffnung gescheitert, hat auch da den letzten Platz in der Welt eingenommen,- den Platz den niemand haben will, aber den er oft von seinen Jüngern gefordert hat.

Nach seinem Tod, der sogar noch besiegelt und bewacht wird, wehrt sich das Leben und der Glaube, ja selbst die Toten wehren sich: die Gräber öffnen sich, die Erde bebt und der Vorhang des Tempels reißt entzwei.

Die Kreuzwege des Lebens gehn wir immer noch oft allein, aber am Ende des Lebens , des Todes, dürfen wir hoffen, dass Gott und das Leben sich doch erweist. 

Quelle: Katholische Kirchengemeinde Backnang | Pfarrer Wolfgang Beck

Redaktion backnang.online

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