Stille, Wandlung, Leben
Ausstellung mit Bildern von Julia Matveyeva
Das Wasserschloss in Oppenweiler ist eines der Motive der Bilder der Ausstellung der ukrainischen Künstlerin Julia Matveyeva, die gerade in der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg zu sehen ist. Sie zeigt das Schloss tagsüber im Sonnenlicht und auf einem anderen Bild in einer visionären Version in nächtlichem Dunkel. Der Hahn des Kirchturms kommt durch den dahinter platzierten Mond zur Geltung. Beim Schloss hat sie die in warmem gelb beleuchteten Fenster vergrößert. Schemenhaft kann man tanzende Menschen erahnen. Sogar im Belvedere deutet die Künstlerin Menschen an. Aus dem ländlichen Schloss macht sie ein festlich erleuchtetes Ballhaus.
Überhaupt baut sie manchmal kleine Visionen in ihre Bilder ein. Bei einem Bild des Ludwigsburger Schlosses sieht man zwei höfische Damen des 18. Jahrhunderts an einem Brunnen.
Die in Charkow geborene und in Spiegelberg lebende Künstlerin, deren besonderer Spezialbereich textile Ikonen sind, und die sich als Kunsthistorikerin intensiv mit der Bildsprache der frühchristlichen und byzantinischen Kunst und deren Botschaften beschäftigt, hat sich durch den Schwäbischen Wald zu zahlreichen Bildern inspirieren lassen. Sie malt viel in Aquarell. In dieser Technik hat sie ein luftiges Bild der Walterichskirche geschaffen. Auf anderen Bildern sieht man die Türme der ehemaligen Klosterkirche in Murrhardt.
Ein weiterer Themenbereich der Ausstellung sind in Griechenland entstandene Bilder mit dem Meer und auf hohen Felsen stehenden Klöstern.
Die Ausstellung „Durch die Dunkelheit ins Licht: Stille, Wandlung, Leben“ ist bis Oktober im ersten Stock des Gebäudes 4 der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen, Reuteallee 36, in Ludwigsburg zu sehen.
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Redaktion backnang.online Klaus J. Loderer