Hautkrebs-Untersuchung
Hautkrebs-Untersuchung | © AOK

Schwarzer Hautkrebs

Rückläufige Zahlen im Rems-Murr-Kreis

Hurra, endlich ist wieder T-Shirt-Zeit! Wenn sich der Frühling von seiner schönsten Seite zeigt, genießen viele Menschen die angenehm wärmenden Temperaturen. Oftmals unterschätzt wird dabei, wie intensiv die Sonne jetzt schon ist. Ihre Strahlen treffen auf noch empfindliche Haut. Die Gefahr für einen Sonnenbrand steigt und damit auch das Risiko für Hautkrebs. 

Ein weiterer Fakt ist leider auch: Bei 118 AOK-Versicherten wurde 2024 im Rems-Murr-Kreis schwarzer Hautkrebs diagnostiziert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung der Gesundheitskasse.

In den letzten fünf Jahren verzeichnete die AOK Ludwigsburg-Rems-Murr zugleich einen erfreulichen Rückgang bei ihren erkrankten Versicherten im Landkreis: Die 68 Frauen und 50 Männer, die 2024 die Diagnose „Schwarzer Hautkrebs“ erhielten, entsprechen einem prozentualen Anteil von zusammen 0,09 Prozent. Von 2020 bis 2024 sind die Erkrankungszahlen um durchschnittlich 6,65 Prozent gesunken. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg ist der Wert um 4,35 Prozent gestiegen.

„Der Klimawandel führt durch eine steigende Zahl von Sonnenstunden und Veränderungen in den oberen Luftschichten zu einer erhöhten UV-Strahlenbelastung. Dazu kommt, dass sich Menschen in der Regel bei höheren Temperaturen mehr der Sonne aussetzen“, sagt Susanne Schleicher, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg.

Die UV-Strahlung gilt als der bedeutendste Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs, insbesondere durch Sonnenbrände und übermäßige Strahlenbelastung während der Kindheit. Deshalb sollten vor allem Kinder vor zu viel Sonne geschützt und Säuglinge vollständig ferngehalten werden.

Der wirksamste Schutz vor schädlicher UV-Strahlung besteht darin, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Besonders während der Mittagszeit und am Nachmittag sollte man sich möglichst im Schatten oder in Innenräumen aufhalten. Besondere Vorsicht ist außerdem bei stark reflektierenden Oberflächen wie Wasser oder Schnee geboten, da hier die UV-Belastung oft deutlich höher ist.

Die Gesundheitskasse empfiehlt bei intensiver Sonne lange, aber luftige Kleidung einschließlich Kopfbedeckung sowie die Verwendung von Sonnenschutzmitteln auf allen unbedeckten Hautstellen. Nicht zu vergessen: Lippenpflege mit UV-Schutz und für die Augen eine zertifizierte Sonnenbrille.

Je früher schwarzer Hautkrebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Wichtig ist darum, regelmäßig an Früherkennungsuntersuchungen teilzunehmen. Grundsätzlich können gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahre alle zwei Jahre ein kostenloses Hautkrebs-Screening in Anspruch nehmen – AOK-Versicherte bereits ab dem 20. Lebensjahr.

Quelle: AOK – Die Gesundheitskasse Ludwigsburg-Rems-Murr Pressestelle

 

Redaktion backnang.online

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