Herr Zanker, Herr Pfeiffer, Herr Urban
Herr Zanker, Herr Pfeiffer, Herr Urban | © BJ. Lattner

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Interview mit Jochen Urban über die Messe Backnang 2026

Jochen Urban
Ich bin Jochen Urban, ich bin Generation Zwei in der Firma Veloland Urban, inzwischen mit der Schwester zusammen. Wir betreiben es als zwei Geschäftsführer und wir haben das seit 1998 übernommen von den Eltern. Die Standortwahl haben wir das vierte Mal für uns vergrößert. Heute sind wir in der Weissacher Straße 95 angelangt, von der Flächenseite her. Ja, und wir fühlen uns pudelwohl, trotz Backnang – muss man ganz klar sagen. Das ist, glaube ich, das Wichtigste, was auch viele Hörer möchten.

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Backnang ist ja auch eine gewisse „Wohlfühlstadt”.

Jochen Urban
Jawohl, Backnang ist eine Wohlfühlstadt, das sehe ich genauso. Jede Stadt hat ein Für und Wider, aber aus Backnang von mir - meine bessere Hälfte kommt von weiter weg. Jedes Mal, wenn wir Menschen nach Backnang einladen  - und oft kommen diese aus einer Gegend, die hochkarätig ist, sage ich mal, von der Location her, - und wenn wir mit diesen Menschen durch Backnang gehen und sie sehen diese Stadt selbst, sagen sie: „Heute ist Backnang ein wunderschönes Städtchen, nicht bekannt, aber schön.“ Genau.

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Die Fachwerkstadt ist ja im Prinzip der Ursprung der Stadt.

Jochen Urban
Genau.

Jochen Urban
Herr Urban | © BJ. Lattner

 

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Herr Urban, Sie haben mehr oder weniger die Sache ins Rollen gebracht mit dieser Messe. Können Sie uns  die Hintergründe schildern, wie es eigentlich dazu gekommen ist ?

Jochen Urban
Es gibt eigentlich dieses Jahr zwei Jubiläen, wenn man es richtig nimmt. Unser Einkaufsverbund wird dieses Jahr 60 Jahre alt, das ist jetzt das große Aushängeschild dieses Jahr. Die Werbekampagne hat Mitte April angefangen und ist bundesweit mit allen Medienarten, was es alles bloß so gibt, riesengroß aufgezogen. Wir haben hier dann noch ein Jubiläum zu feiern, das sind fünf Jahre Standort hier. Wir sind 2020/21 hier in an diesem Standort eingezogen und dabei leider direkt in den Corona-Zeitraum gerutscht, das ist aber vergessen, das ist erledigt. Und dadurch hat man einfach diese Sache gemacht, genau richtig. Die Firma Urban hatte letztes Jahr ihr 50-jährige Jubiläum. Entstanden ist die Idee zum Fahrradgeschäft Urban in der Innenstadt von Backnang durch den Senior und durch die Mutter. Die haben das Gespür gehabt, dass Backnang keinen Fahrradhändler hat und haben dann einfach gesagt: „Das probieren wir.“ Sie kamen aus dieser Sparte Fahrrad und somit hat sich das dann einfach Step für Step entwickelt,

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Gut, das ist ein wunderbarer Hintergrund über Ihre Firma, das finde ich sehr spannend. Aber jetzt wollen wir vielleicht noch einmal zurückkehren: Die Idee dieser Messe, Backnang Messe 2026 – wie ist die denn aus Ihrer Sicht heraus geboren? Was haben Sie dafür beigetragen?

Jochen Urban
Wie ist sie geboren? Relativ einfach. In den letzten paar Jahren machen wir immer Anfang Mai immer eine Messe mit unseren Fahrradveranstaltern. Da stehen die Trucks, die wir jetzt hier auch vor Ort haben, und das haben wir einfach alleine durchgeführt. 
Wir haben so einen kleinen Zirkel von Freunden, die Gewerbetreibende sind, und wir haben uns einfach irgendwann an einen Tisch gesetzt – aus einer Laune heraus., sage ich mal – und dann haben wir gesagt: „Mensch, machen wir da nicht irgendwie eine Messe hier draus?“ Was ja absolut gelungen ist. Und am Anfang haben wir gedacht, fangen wir mal klein an, und die Vision war: Wir gehen her, machen eine Messe mit unseren Möglichkeiten. Und was ganz wichtig war: 
Wir hatten die Idee, dass jeder der drei Gewerbetreibenden noch zusätzlich vier Gewerbetreibende noch zusätzlich einladen bringen kann. Das war mal so die Grundidee. Jeder darf das bestimmen, um einfach ein bisschen die Harmonie hier drin zu erfahren. Also sprich, jeder bringt ein Gewerk, das er kennt, das sich nicht überschneidet oder oder oder. Und dass das funktioniert, sehen wir jetzt hier.

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Also das heißt im Prinzip letztendlich auch Synergie.

Jochen Urban
Ja genau, absolut. Das ist genau das richtige Wort und das ist es auch und das ist vollkommen so angekommen.

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Ich habe ein Telefongespräch mit Ihrer Schwester geführt. Jetzt kommen wir vielleicht zu dem Thema „Handwerker“. Sind Sie Handwerker oder sind Sie Verkäufer?

Jochen Urban
Ich habe beides gelernt. Das ist mein Vorteil, ich durfte in alle beiden Bereiche hinein.Ich habe das Handwerk gelernt und ich habe die kaufmännische Seite gelernt. Und für mich ist nicht wichtig, was man lernt oder was getan wird, sondern dass man es richtig machen muss. Und man muss es von Herzen machen, so gut wie möglich es geht. Und unsere Firma ist in zwei Bereiche gegliedert: Wir haben einmal unser Dienstleistungsunternehmen dahinten, das die Werkstatt betrifft. Wir führen hier im Jahr mehrere tausend Reparaturen durch. Wir haben hier bestimmte Prämissen, so, wie ich erzogen wurde in den Betrieben, in denen ich arbeiten durfte. Dort habe ich das abgeschaut und das habe ich zu eins zu eins hier umgesetzt.  Kaufmännischerseits komme ich auch aus dem Handel, habe hier in Backnang ein Unternehmen lernen dürfen, meiner Ansicht nach eins von den schönsten Unternehmen oder auch mit der beste Unternehmer zu meiner Zeit. Der war auch mein Mentor und somit ist das hier zustande gekommen und der hat genau diese Situation schon damals vor 20, 30 Jahren erkannt: Wer nichts tut, wer nicht wirbt, der stirbt, sagt man relativ einfach. „Tue Gutes und sprich darüber“, heißt es auch. Genau, und das war der Initiator damals vom Industriestraßenfest. Ich weiß nicht, ob Ihnen das was sagt? Es gab mal ein Industriestraßenfest 200 Meter weiter vorne, das war ja die Industriestraße. Und das war die Firma Martika, Herr Riedel, und der hat es genau richtig gesehen, und hat das ins Leben gerufen damals und das war zum Schluss eine überdimensionale Sache. Aber das ist genauso geboren worden aus dieser Sache: „Wir tun einfach mal was.“

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Nun haben wir das ja 2026. Planen Sie eigentlich 2027 wieder eine Messe hier auf dem Gelände zu machen?

Jochen Urban
Wir werden uns nach dieser Messe zusammensetzen und einfach mal alles Revue passieren lassen und dann entscheiden wir das, ob das eine jährliche Sache oder ob das eine zweijährige Sache sein sollte. Wir werden einfach alle miteinander zusammensitzen, nicht bloß wir drei, sondern wir werden alle Teilnehmer, die hier dabei waren, inklusive der BayWa – und das finde ich sensationell – die BayWa muss man da absolut ins Boot holen, weil die extrem viel für die Sache getan haben und tun es immer noch! - und dann schauen wir es uns an oder sehen einfach mal, sprechen drüber und dann entscheiden wir die Sache genau.

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Sehr gut. Und jetzt vielleicht noch ein Schlusswort?

Jochen Urban
Weiter so.

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Perfekt. Dankeschön. Das hört sich doch alles sehr gut an.

Informationen zu Veloland Urban

Redaktion backnang.online BJ. Lattner