Blutzuckermessung| © AOK
Blutzuckermessung| © AOK

Steigende Zahlen bei Typ-2-Diabetes

Fast jeder Zehnte von chronischer Stoffwechselerkrankung betroffen 

17.440 erkrankte AOK-Versicherte im Rems-Murr-Kreis
Immer mehr Menschen leiden an Typ-2-Diabetes. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr. Demnach befanden sich 2024 allein im Rems-Murr-Kreis 17.440 ihrer Versicherten mit einer solchen Erkrankung in Ă€rztlicher Behandlung. Das entspricht einem Anteil von 9,9 Prozent. Damit ist fast jeder Zehnte betroffen. Landesweit liegt die Zahl der offiziell Erkrankten bei  446.621 Versicherten – mit 9,8 Prozent ist der Anteil hier etwas niedriger. Zwischen 2019 und 2024 betrug der Anstieg in Baden-WĂŒrttemberg 1,24 Prozent.

Mehr als 90 Prozent aller Menschen mit Diabetes leiden an einem Typ-2-Diabetes. Hauptmerkmal dieser Art von chronischer Stoffwechselstörung ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Dabei besonders tĂŒckisch: „Ein Typ-2-Diabetes bleibt leider zunĂ€chst oft unerkannt, auch weil hĂ€ufig nur unspezifische oder sogar keine Symptome spĂŒrbar sind“, sagt Dr. med. Matthias Osswald, Arzt bei der AOK Baden-WĂŒrttemberg. Umso wichtiger ist es, mögliche Warnsignale ernst zu nehmen und Ă€rztlich abklĂ€ren zu lassen. Anzeichen können unter anderem starker Durst, hĂ€ufiges Wasserlassen, anhaltende MĂŒdigkeit, Schwindel, Sehstörungen oder Hautinfektionen durch Bakterien oder Pilze sein.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren fĂŒr Typ-2-Diabetes zĂ€hlen Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, eine ungesunde ErnĂ€hrung sowie bestimmte Medikamente. FamiliĂ€re Veranlagung kann eine Erkrankung ebenso begĂŒnstigen. Bei Frauen ist zudem nach einem Schwangerschaftsdiabetes das Risiko deutlich grĂ¶ĂŸer.

„Bei einem erhöhten Risiko fĂŒr einen Typ-2-Diabetes können eine ErnĂ€hrungsumstellung, Gewichtsnormalisierung und mehr Bewegung die Entstehung der Erkrankung verzögern“, erklĂ€rt Dr. Osswald.

Bleibt ein Typ-2-Diabetes unbehandelt oder ist der Blutzucker dauerhaft schlecht eingestellt, können schwerwiegende Folgeerkrankungen entstehen. „Es ist besonders wichtig, mögliche Folgen des Typ-2-Diabetes, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Augen-, Nerven- und Nierenkomplikationen oder das sogenannte diabetische Fußsyndrom, gut im Blick zu behalten“, so der AOK-Mediziner.

Das von den Krankenkassen angebotene Disease-Management-Programm (DMP) fĂŒr Typ-2-Diabetes hat insbesondere die Vorbeugung und frĂŒhzeitige Erkennung von Folgeerkrankungen zum Ziel. Das strukturierte Behandlungsprogramm fĂŒr chronisch Kranke sieht dafĂŒr regelmĂ€ĂŸige Verlaufsuntersuchungen vor.  

ErgĂ€nzend zur Ă€rztlichen Behandlung bietet der „Online-Coach Diabetes“ auf der AOK-Internetseite aok.de/bw viele wissenswerte Informationen. Das kostenlose Angebot steht allen Interessierten offen. 

Quelle: AOK – Die Gesundheitskasse Ludwigsburg-Rems-Murr

Redaktion backnang.online

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