Sicherer und komfortabler unterwegs
Geh- und Radweg an der K 1907 eröffnet
Landkreis und Stadt Backnang schließen wichtige Radverkehrsverbindung zwischen Unterweissach, Heiningen und Waldrems.
Am Freitag, dem 18. September, wurde der neue Rad- und Gehweg zwischen Unterweissach, Heiningen und Waldrems an der K1907 im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche feierlich eingeweiht.
Mit der Eröffnung des ausgebauten Geh- und Radwegs an der Kreisstraße K 1907 ist eine wichtige Verbindung für den Alltagsradverkehr im Rems-Murr-Kreis deutlich verbessert worden. Die aufeinander abgestimmten Maßnahmen des Rems-Murr-Kreises und der Stadt Backnang schaffen nun eine durchgängige, sichere und komfortable Route zwischen Unterweissach, Heiningen und Waldrems.
„Wir eröffnen nicht nur einen neuen Weg, sondern schließen eine wichtige Lücke im Radverkehrsnetz“, betonte Landrat Richard Sigel bei der Eröffnung am 18. September. Die Verbindung sei für viele Menschen im Alltag von Bedeutung – etwa auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen, zum Bahnhof oder in der Freizeit.
Der Landkreis war für den außerörtlichen Abschnitt entlang der K 1907 zwischen Unterweissach und Heiningen zuständig. Dieser wurde von Oktober bis November 2025 grundlegend erneuert und bereits im vergangenen Jahr für den Verkehr freigegeben. Der Geh- und Radweg erhielt dabei eine Regelbreite von 2,50 Metern. Ein 1,75 Meter breiter Sicherheitstrennstreifen zur Kreisstraße sorgt zusätzlich für mehr Sicherheit und ein besseres Sicherheitsgefühl der Radfahrenden.
Im Zuge der Arbeiten wurde auch die Querungshilfe am Ortseingang von Heiningen angepasst. Der Radverkehr wird dort nun sicher und eindeutig von der Fahrbahn auf den straßenbegleitenden Geh- und Radweg geführt. Darüber hinaus sanierte der Landkreis die Fahrbahndecke der K 1907 zwischen den beiden Kreisverkehren und verbesserte die Entwässerung am Ortseingang von Heiningen.
Die Stadt Backnang war für den innerörtlichen Abschnitt des Geh- und Radwegs zwischen Heiningen und Waldrems zuständig. Im Zuge der städtischen Maßnahme entstanden zwischen Heiningen und Waldrems beidseitig kombinierte Geh- und Radwege mit neuem Wegeaufbau. Zudem wurden auch sichere und barrierefreie Querungsmöglichkeiten geschaffen, die Bushaltestelle an der Schozachstraße ausgebaut sowie die Entwässerung und weitere Leitungsinfrastruktur erneuert.
„Mit dem neuen Geh- und Radweg zwischen Heiningen und Waldrems erhöhen wir die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer deutlich“, sagt Oberbürgermeister Maximilian Friedrich. „Die Maßnahme war dabei weit mehr als ein Radwegebau: Wir haben gleichzeitig die Leitungen und die Straße erneuert sowie einen weiteren Zebrastreifen angelegt und die Querungen, beziehungsweise die Bushaltestelle barrierefrei gestaltet. Das ist eine nachhaltige Investition in die Infrastruktur unserer südlichen Stadtteile.“
Die Bauzeit für den Landkreisabschnitt betrug rund sechs Wochen. Während der dafür notwendigen Vollsperrung kam es zu Einschränkungen. Der Landkreis dankt den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie allen Verkehrsteilnehmenden für ihr Verständnis und ihre Geduld.
Für den Ausbau des Geh- und Radwegs investierte der Rems-Murr-Kreis rund 450.000 Euro. Das Land Baden-Württemberg förderte die Maßnahme im Rahmen des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes mit 50 Prozent der Kosten.
Die Maßnahme ist Teil des kontinuierlichen Ausbaus eines attraktiven, sicheren und durchgängigen Radwegenetzes im Rems-Murr-Kreis. Grundlage dafür ist unter anderem der vom Kreistag beschlossene Maßnahmenplan für Kreisstraßen und Radwege. Dass der Ausbau auf Akzeptanz stößt, zeigen auch die aktuellen Zahlen: Zwischen Unterweissach und Heiningen stieg die Zahl der Radfahrenden von 2025 auf 2026 um rund 30 Prozent.
Der vollständige Lückenschluss wurde durch die ergänzende Maßnahme der Stadt Backnang im innerörtlichen Bereich zwischen Heiningen und Waldrems ermöglicht. „Gute Radverkehrsinfrastruktur darf nicht an Ortsgrenzen enden“, so der Landrat. „Erst das abgestimmte Zusammenwirken von Landkreis und Stadt schafft eine Verbindung, die vom Start bis zum Ziel sicher und bequem genutzt werden kann.“
Der Rems-Murr-Kreis dankt der Stadt Backnang, den beteiligten Fachämtern, den Planungsbüros und ausführenden Firmen sowie den Kreisrätinnen und Kreisräten für die Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts.
Quelle: Landratsamts Rems-Murr-Kreis
Redaktion backnang.online