Interview mit Martina Ribul Moro Körpertherapeutin und Referentin
Kraft des Ordnens | Bachblüten | Heilsteine | ganzheitliche Gesundheit
Wir sind heute hier bei Martina Ribul Moro in Backnang, die mir gegenüber sitzt.
backnang.online:
Frau Ribul Moro, bitte stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor.
Martina Ribul Moro:
Ich bin 1965 geboren und von Beruf staatlich anerkannte Masseurin und medizinische Bademeisterin. Im Laufe der Jahre habe ich verschiedene Zusatzausbildungen absolviert, unter anderem in der Anthroposophischen Medizin bei Stefan von Löwensprung.
backnang.online:
Welchen Einfluss hatte Stefan von Löwensprung auf Ihren beruflichen Weg?
Martina Ribul Moro:
Das erste Mal begegnete ich ihm bei einer Tagung der Weleda in Schwäbisch Gmünd. Als er anfing zu sprechen, stieß ich meine Freundin an und fragte mich staunend, woher dieser Mann eigentlich weiß, was ich tagtäglich mit meinen Patienten mache. Nach dem Vortrag bin ich zu ihm gegangen und habe mich nach einer Ausbildung erkundigt. Er bot damals einen Kurs an der Thalamus-Schule in Stuttgart an, einer Heilpraktikerschule. Durch ihn habe ich die passenden Begrifflichkeiten für das gefunden, was ich intuitiv in meiner täglichen Arbeit bereits getan hatte.
backnang.online:
Wie sah Ihr bisheriger beruflicher Werdegang aus?
Martina Ribul Moro:
1987 habe ich im Staigacker in Backnang das Bäderzentrum mit aufgebaut und eröffnet. Ich habe dort 13 Jahre lang gearbeitet und hatte bis zu 16 Angestellte. Zudem gehörte ich damals zu den ersten in Baden-Württemberg, die Babyschwimmen angeboten haben – dafür gab es zu der Zeit fast nur Literatur aus den USA. Mit der Zeit fiel mir bei der Arbeit auf, dass Patienten oft nach wenigen Wochen mit genau denselben körperlichen Beschwerden zurückkehrten. Das hat mich angetrieben nach den tieferen Ursachen zu suchen.
backnang.online:
Welche Zusammenhänge haben Sie dabei entdeckt?
Martina Ribul Moro:
In Fortbildungen – unter anderem in Osteopathie, Craniosacral-Therapie und Emotional Release – habe ich gelernt, dass körperliche Schmerzen oft organische oder seelische Ursachen haben. So hat eine schmerzende rechte Schulter häufig einen Bezug zur Leber, die linke Schulter eher zu Herz und Magen. Auch Migräne hängt oft über das Fasziennetz mit dem Magen zusammen. Viele Beschwerden, die sich an Organen oder Gelenken festsetzen, haben ihren Ursprung in alten Traumata oder seelischen Belastungen. Wenn man diese Verfestigungen mit den Händen und im Gespräch aufspürt, kann sich beim Patienten etwas lösen.
backnang.online:
Es geht also um einen ganzheitlichen Ansatz. Was bedeutet das für Sie genau?
Martina Ribul Moro:
Körper, Geist und Seele hängen untrennbar zusammen. Die Seele an sich ist urgesund. Doch Hektik und die Rhythmen, die uns von außen aufgedrückt werden, sowie die Unfähigkeit, in manchen Lebenssituationen „Nein“ zu sagen, machen uns auf Dauer krank. Über den Körper können wir lernen, diese inneren Themen wieder zu ordnen. Wenn ein Mensch zurück in seinen eigenen Rhythmus findet und sich selbst ordnen kann, braucht er im Grunde niemanden mehr – dann ist er gesund.
backnang.online:
Wie verläuft eine typische Behandlung bei Ihnen?
Martina Ribul Moro:
Jeder Patient bringt eine andere Geschichte mit. Oft liegen die Patienten auf dem Bauch und ich beginne, den Blasenmeridian am Rücken zu behandeln, der energetisch für das Loslassen steht. Meistens berühre ich den Körper mit den Händen. Allein dieses Handauflegen löst bei manchen schon intensive Reaktionen aus. Während der Behandlung entstehen vor meinem inneren Auge manchmal Bilder, die ich dann vorsichtig anspreche. Oft erinnern sich die Patienten dann an Unfälle, Kindheitserlebnisse oder familiäre Konflikte. Ich versuche immer, behutsam vorzugehen – wie durch eine kleine Kellerluke im Haus des menschlichen Körpers, um gemeinsam mit dem Patienten aufzuräumen.
backnang.online:
Neben Ihrer Praxisarbeit halten Sie auch regelmäßig Vorträge im Bestattungshaus „Zur Ruhe“ bei Charlotte Klinghoffer in Backnang. Wie kam es dazu?
Martina Ribul Moro:
Frau Klinghoffer kenne ich schon sehr lange; ich habe ihren Schwiegervater über 40 Jahre lang behandelt. Sie war es auch, die mich ermutigt und gewissermaßen „aufs Pferd gesetzt“ hat, Vorträge über meine Arbeit zu halten.
backnang.online:
Ein Bestattungshaus mag für manche ein ungewöhnlicher Ort für Vorträge über Gesundheit sein.
Martina Ribul Moro:
Ich sage zu Frau Klinghoffer immer, sie müsste es eigentlich in „Begegnungshaus“ umbenennen. Denn genau das ist es: Ein Ort für das Leben, das Ankommen, das Abreisen und die Begegnung dazwischen. Bei den Vorträgen kommen die Menschen miteinander ins Gespräch und sitzen nicht isoliert vor ihren Bildschirmen.
backnang.online:
Worauf dürfen sich die Besucher bei Ihren nächsten Vorträgen freuen?
Martina Ribul Moro:
Als nächstes geht es um das Thema „Bachblüten und Heilsteine“ im Bezug zu den Chakren und Körperzonen. Ein Beispiel: Das Wurzelchakra im Beckenbereich spricht sehr gut auf den Granat an. Mineralisch betrachtet enthält Granat viel Eisen, was zellentspannend wirkt. Kombiniert mit passenden Bachblüten kann das etwa bei krampfartigen Unterleibsbeschwerden wunderbar unterstützen. Für die kommenden Jahre habe ich bereits Vortragsreihen zu den einzelnen Organen geplant – von der Anatomie bis hin zu ihren tiefen energetischen und seelischen Zusammenhängen.
backnang.online:
Frau Ribul Moro, vielen Dank für das Gespräch und die Einblicke in Ihre Arbeit!
Information zum nächsten Vortrag:
Der nächste Vortrag von Martina Ribul Moro Thema: „Bachblüten & Heilsteine“ findet am Freitag 4. Dezember 2026 um 19:30 Uhr im Bestattungshaus zur Ruhe in der Sulzbacher Straße 99, Backnang statt.
Redaktion backnang.online | BJ. Lattner