Allerheiligen
Tradition aus Irland
Durch die römische Christenverfolgung wurden schon bald die Menschen als Märtyrer verehrt – Zeugen für das Evangelium –, die für ihren Glauben, das Leben gelassen haben und voll Zuversicht gestorben sind. Eine Art Allerheiligenfest, als Fest der Märtyrer ist schon im 4. Jahrhundert am 13. Mai, bzw am Sonntag nach Pfingsten bezeugt – Johannes Chrysostomus, Ephräm der Syrer –. Am 13. Mai 609 wurde der ursprüngliche römische Tempel des Pantheons in Rom als Kirche geweiht, die allen Märtyrern und der heiligen Maria, der Mutter Jesu, gewidmet ist.
Das Fest aller Heiligen kam im 8. Jahrhundert aus Irland auf den Kontinent und wurde am 1. November begangen. Diese Tradition hat sich dann durchgesetzt. Darin hat auch Halloween seinen Ursprung, nur mit anderem Sinn, als Kinderfest des Erschreckens. In der katholischen Kirche wird also am Vormittag das Fest Allerheiligen gefeiert. Der Theologe Karl Rahner sagt, man soll an diesem Tag vor allem an die Heiligen denken, deren man im sonstigen Jahr nicht gedenkt.
Am Nachmittag dieses Tages geht man auf den Friedhof um seiner Verstorbenen zu gedenken. An vielen Orten trifft sich die Familie an ihren Gräbern. Die Kirche hält eine kleine Andacht mit Hoffnungsgedanken aus dem Glauben und dann werden Gräber gesegnet.
Der folgende Tag, der 2. November, ist der Allerseelentag. Dieser Gedenktag stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde von der Kirche der bedeutenden Klostergemeinschaft in Cluny, Nachbarort von Taize,
den Mönchen erlaubt um ihrer verstorbenen Klosterangehörigen zu gedenken. Dieser Gedenktag hat sich ausgeweitet. In der katholischen Kirchengemeinde gedenken wir an diesem Tag der am Ort Verstorbenen des letzten Jahres im Gottesdienst. Für jeden wird eine Kerze entzündet.
Gottesdienste und Gräbersegnung:
Sonntag, 1. November 2026 | 9:00 Uhr Eucharistie in Johanneskirche
Sonntag, 1. November 2026 | 10:30 Uhr Eucharistie in Christus König Kirche
Sonntag, 1. November 2026 | 13:30 Uhr Gräbersegnung auf dem Waldfriedhof
Sonntag, 1. November 2026 | 15:00 Uhr Gräbersegnung auf dem Stadtfriedhof
Montag, 2. November 2026 | 19.00 Uhr Eucharistiefeier mit Totengedenken in der Johanneskirche
Quelle: Katholische Kirchengemeinde Backnang | Pfarrer Wolfgang Beck
Redaktion backnang.online