Einhub des Bauwerks 30 im Rahmen des B 14-Gesamtausbaus
Ersatzneubau der Bücke bei Backnanger Wasserturms zum Schützenhaus
Die Großbaumaßnahme zum Gesamtausbau der Bundesstraße 14 hat einen zentralen Meilenstein erreicht. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde das massive Brückenelement („Bauwerk 30“) per Schwertransport angeliefert. Der logistische Ablauf, der Aufbau des Spezialkrans sowie der Einhub und die Positionierung verliefen reibungslos und planmäßig.
Aus technischer Sicht handelt es sich bei Bauwerk 30 um ein Eigengewicht von genau 94 Tonnen. Das Bauteil weist eine Gesamtlänge von etwa 35 Metern sowie eine lichte Breite zwischen den Geländern von 4,50 Metern auf. Das Verfahren beim Einhub orientierte sich an den bereits bewährten Abläufen vorangegangener Bauabschnitte sowie den zuvor errichteten Bahnbrücken. Nach dem Anheben der Trägerkonstruktion durch den Kran wurde das Brückenelement in die vorgesehene Zielposition geschwenkt, vor Ort feineingestellt und nachjustiert, um eine millimetergenaue Ausrichtung auf den Lagern zu garantieren, bevor es schlussendlich in seiner endgültigen Lage abgesetzt werden konnte.
Auf der Oberseite des Stahlträgers befinden sich sichtbare Kopfbolzen. Hierbei handelt es sich um eine zwingende statische Anforderung: Diese Elemente stellen den sicheren Verbund zwischen den Stahlträgern und der aufzubringenden Fahrbahn her, um die erforderliche Tragfähigkeit und Verbundwirkung des Gesamtbauwerks unter Last zu gewährleisten.
Hinsichtlich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes verlief die gesamte Montagephase auf dem Baustellengelände ohne Zwischenfälle oder Unfälle. Die zeitweise wahrnehmbaren Signale von Einsatzfahrzeugen standen nicht in Verbindung mit den Arbeiten am Bauwerk, sondern waren auf verkehrslenkende Maßnahmen und die Absicherung der Umleitungsstrecken im Umfeld der Baustelle zurückzuführen.
Wie der Zeitplan es vorsah, wurde die im Zuge der Arbeiten gesperrte Fahrbahn, wie in dem Artikel vom 19. Oktober 2026 angekündigt, am Sonntag, 1. November 2026, wieder für den fließenden Verkehr freigegeben.
Der weitere Bauablauf im Hinblick auf die Abdichtungs- und Betonierarbeiten ist in starkem Maße von den Witterungsverhältnissen abhängig, da diese Gewerke an spezifische Mindesttemperaturen gebunden sind. Bei entsprechend günstiger Witterung wird die vollständige Fertigstellung des Bauwerks 30 für das Frühjahr 2027 angestrebt.
Redaktion backnang.online