Erörterungstermin Windpark Aspach – Oppenweiler 23. März 2026
Leserbrief von Dr. Steffen Balz
Ich war bei der sog. Erörterung der Einwendungen anwesend. Die Veranstaltung, so Herr Fritz, hat die Massen nicht mobilisiert. Dazu kann man nur sagen: ein Schelm, wer Böses denkt angesichts der Terminwahl an einem Montag um 9 Uhr. Natürlich waren nur Rentner im Publikum! Herr Kistner, Dezernent des LRA, sagt, man prüfe "objektiv, neutral und gründlich". Das bezweifle ich. Bestätigt werden diese Zweifel einerseits durch hämisches Gekicher und Augenverdrehen der Verantwortlichen, andererseits durch den Klassiker, nämlich einen Freudschen Versprecher: ein Herr Schuler vom LRA spricht von der "Gegenseite" in Bezug auf die Einwender! Damit zeigt er deutlich, dass zumindest er Partei ist! Abgeholzter Wald wird auch an Orten, wo bisher kein Wald war, neu gepflanzt. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass der Ersatz mind. 20 Jahre benötigt, um wieder zu Wald zu werden, wird also auch in gewachsene Kulturlandschaft eingegriffen. Auch konnte nicht geklärt werden, ob eine Gefährdung der Rietenauer Mineralquellen besteht. Angeblich hatte die Firma keine Bedenken geäußert.
Zu bekannten Gesundheitsgefährdungen war die Aussage zu hören, das Gesetz schütze nur den Durchschnittsmenschen. Das Vermögen der Anwohner, deren Immobilien enorm an Wert verlieren, ist laut Herrn Kistner nicht Gegenstand der Erörterung. Peter Wohlleben, der vom TV bekannte Förster wurde zitiert: Windräder im Wald sind Irrsinn im Quadrat. Selbst der Vertreter der Fa. Uhl Windkraft, Herr Pavel, musste, anlässlich einer Sitzung des Backnanger Gemeinderats, zugeben, dass Onshore Windkraft ohne Subvention wirtschaftlich nicht überlebensfähig wäre. Vollkommen ungeklärt bleiben die Fragen nach dem Grund des Ausscheidens der EnBW aus dem Projekt (1,2 Mrd. in der irischen Windkraft-See versenkt) und was nach einem eventuellen Stop der Subvention geschieht.
Fazit: zwischen den Zeilen war zu hören: das Projekt wird durchgezogen, egal, was ihr unternehmt.
Eine Simulation „unserer Demokratie“.
Leserbrief: Dr. Steffen Balz, Backnang