Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Sachsen-Anhalt
Leserbrief von Gemeinderat Dr. Steffen Balz
Folgend veröffentliche ich hier meinen, an die BKZ gerichteten, Leserbrief zum Thema der Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Sachsen-Anhalt. Wie es nicht anders zu erwarten war, wurde dieser nicht veröffentlicht. Dann eben auf diese Weise, sehr geehrter Herr Fritz.
Die Wahlergebnisse in MV, Berlin und Sachsen-Anhalt sprechen eine eindeutige Sprache. Allein, es wird aller Wahrscheinlichkeit weitergehen wie bisher. Die sog. etablierten (und vielleicht bald nicht mehr etablierten) Parteien werden versuchen, eine Koalition am Wahlgewinner vorbei zusammenzuflicken. Berlin ist ohnehin verloren. Lasst dort doch die SED regieren und ihre Utopien umsetzen. Deren Wähler sollen das süße Gift des Kommunismus kosten, das sie gewählt haben.
Kommentare seitens einzelner CDU Vertreter zeigen durchaus Problembewusstsein. Aber: wie gesagt, geht es weiter auf der Talfahrt Deutschlands.
Bezeichnend auch, dass dem Stadtratskollegen Dobler von der SPD nichts Anderes einfällt, als auf die AfD einzudreschen (er mault dazwischen, wenn unsere Anträge verlesen werden). Als Mitglied einer marginalisierten 5,5% Partei im Landtag von BW wäre ein wenig Demut angebracht. Auch ein wenig Nachdenken, warum man vom Wähler derart abgestraft wurde und wird, wäre ebenso angebracht. Stattdessen reitet er darauf herum, dass die AfD Probleme habe, ihre Sitze im Gemeinderat zu besetzen. Zwei Dinge vergißt er geflissentlich: die SPD hat nicht mehr Sitze als die AfD, nämlich vier. Nach der Wahl 2024 zogen auch wir mit vier Gewählten in den Rat ein. Dann kam es leider zur unabsehbaren, vorgezogenen Auswanderung des Ehepaars Malcher, woraus sich gewisse Probleme bei der Nachbesetzung ergaben. Jeder, der Ohren hat, zu hören und Augen, zu sehen, weiß genau, warum das so ist. 2024, bei der Listenaufstellung, wirkte noch die Verteufelung unserer Partei seitens der politischen Konkurrenz und noch heute wirkt die Androhung von privaten und beruflichen Konsequenzen einer Kandidatur für die AfD.
Diese gesellschaftliche Ausgrenzung zeigt deutliche Parallelen zu dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte.
Ich bin aber guter Dinge, da die Eintrittswelle in unsere Volkspartei berechtigte Hoffnung auf noch viel bessere Wahlergebnisse macht.
Dr. Steffen Balz Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion im Gemeinderat Backnang
Leserbrief: Dr. Steffen Balz Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion im Gemeinderat Backnang